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Zur Geschichte der Biike


Ein friesischer Fastnachtsbrauch …

biikeDas Biikebrennen auf den Inseln und Halligen der nordfriesischen Utlande wird heute am 21.Februar, dem Abend vor Petritag (Petri Stuhlfeier) gefeiert. Das friesische Wort Biike bedeutet Zeichen, Seezeichen (Bake) oder Feuermal.

Das Biikebrennen gilt als nordfriesisches „Nationalfest“.

Es hat seinen Ursprung wahrscheinlich schon in heidnischer Zeit und sollte die bösen Geister vertreiben und die neue Saat schützen. Nach der Christianisierung wurde es als Fastnachtsbrauchtum weitergeführt. Weil es ein fröhliches Fest, ein „Tanzfest“, war, musste es vor die Fastenzeit fallen.

Das Feuer brannte zunächst an langen, bakenähnlichen Stangen. So ist es für 1740 überliefert, und noch 100 Jahre später wurde sie als brennende, mit Teer und Stroh gefüllte Tonne auf einer Stange beschrieben. Die heute üblichen großen Feuerstöße sind wahrscheinlich erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Sie setzten sich auch durch, weil seit Ende des 19. Jahrhunderts auch in den Peseln (guten Stuben) der Nordfriesen Tannenbäume aufgestellt wurden. Sie bilden bis heute einen wesentlichen Anteil des Biikematerials.

Quelle: www.geschichte-s-h.de/biike